Die Gründung der löblichen Bäjizunft Glis-Gamsen-BrigerbadDer Gründung voraus schritten Markus Nanzer und Anton Lauber. Sie organisierten 1959 eineGliser Fasnacht und ebneten damit einer ortsgebundenen Fasnachtsgesellschaft – derBäjizunft – den Weg. 1966 war es soweit, die Initianten hoben in einem offiziellen Akt dieBäjizunft Glis- Gamsen-Brigerbad aus der Taufe. An vorderster Front standen wieder diebeiden Vorreiter Markus Nanzer und Anton Lauber und ihre Mitinitianten Walter Zgraggen,Albert Armangau und Emil Seiler. Bald danach erschienen die Mitglieder mit ihren rotenZipfelmützen und gaben sich als Bäjini zu erkennen. Als Zunftmeister der ersten Stunde amtete Robert Schwery. Er blieb es während fast 13Jahren, leistete viel Aufbauarbeit und gab der Zunft die noch heute bestehenden Strukturen.So besteht die Zunft aus 13 Gliggen und sieben Vorstandsmitgliedern. 1979 nahm KurtKirchhofer das Heft eines Zunfmeisters in seine Hand. Unter Kirchhofers reformfreudigerRegie öffnete sich die Bäjizunft den Frauen. Bernadette Tschopp, Gligga Stipfini, stiess alserste Frau in den Kreis der Bäjizunft. 1983 übergab Kurt Kirchhofer das Zepter an EdmundEyer. Zwei Jahre danach wechselte das Amt des Zunftmeisters zu Moritz Wenger. Unterseinem Regime wich die rote Zipfelmütze dem nobleren Dreispitz. Nachdem ZunftmeisterWalter Jossen von 1990 bis 1992 die Geschicke der Zunft leitete, übernahm 1993 erstmalseine Frau – Karin Imboden, Gligga Wannini – das Amt der Zunftmeisterin. Die schwere Lastdes Zunftmeisterumhang nahm an der Generalversammlung 1995 Roger Nanzer, GliggaLebenskünstler, auf sich. Ihm gelang es, die Zunft finanziell wieder auf die Beine zu bringen.Während zehn Jahren, von 1999 bis 2009, stand Xaver Bovet, Gligga Plegerwaldini, derBäjizunft als Zunftmeister vor. Ihm verdanken die Bäjini das Schwiifäscht, welches alle dreiJahre stattfindet. An der GV 2009 wurde Esther Roten, Gligga Noola, zur neuenZunftmeisterin gewählt.Bereits 1973 hat sich die internationale Zusammenarbeit von Türkenbund, Drachentötern undBäjizunft soweit gefestigt, dass die Durchführung des grossen Oberwalliser Fasnachtsumzugsabwechslungsweise einer der drei Fasnachtsgesellschaften von BriGliNa überantwortetwurde. 1975 erstand sich die Bäjizunft eine Lagerhalle; als „Bäjihitta“ wurde diese imHolowistutz aufgestellt. 1977 besuchte die Bäjizunft erstmals die heilpädagogische Schuleund begründete damit die Tradition zum alljährlichen Besuch.Stand am Anfang der Gründung der Bäjizunft vor allem die Belebung der Dorffasnacht vorAugen, möchte die Zunft heute vermehrt auch Jugendlichen die Möglichkeit bieten, dasFasnachtsgeschehen sinnvoll mitzugestalten. Mindestens 16 Jahre alt muss man sein, um sicheiner Gligga anzuschliessen. Als “grünes Bäji” an der Chessletta vorgestellt, muss dasNeumitglied seinen guten Willen und seine Eignung in der Gligga und in der Zunft bis zur GVim Herbst beweisen. An der GV wird über seinen Zunfteintritt abgestimmt.